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By Lina Rizzoli (auth.)

Die Frage der philosophischen Methodenbildung, wie sie bei Edmund Husserl im Rahmen seiner Phänomenologie gestellt und beantwortet wurde, wird in dieser Studie aus einem neuen Blickwinkel betrachtet. Ausgangspunkt der Reflexion ist die Hypothese, dass ein enger Zusammenhang besteht zwischen der Weise, wie die natürliche Erkenntnis in der thematischen Untersuchung charakterisiert wird, und der artwork der Konzeption der philosophischen Erkenntnis und ihrer Methode. Um diesen Zusammenhang zu beleuchten, hat die Verfasserin in ihrer Untersuchung eine doppelte Perspektive eingenommen: Einerseits widmet sie sich eingehend Husserls thematischer Phänomenologie der Erkenntnis, indem sie die Entwicklung seiner phänomenologischen Erkenntnislehre von 1900 bis 1913/14 genau rekonstruiert. Andererseits verfolgt sie die Entfaltung der phänomenologischen Methode, indem sie sich nicht nur an Husserls methodischen Ausführungen, sondern vor allem an seiner operativen Anwendung der phänomenologischen Methode orientiert. Diese transversale Betrachtungsweise, in der die vorläufigen Ergebnisse der thematischen Phänomenologie mit ihrer stets nur provisorischen methodischen Gestalt in Verbindung gebracht werden, führt nicht nur zu einem tieferen Verständnis der Methode Husserls, sondern eröffnet zugleich eine neue Zugangsweise zu seiner thematischen Erkenntnisphänomenologie. Die Ursprünge der genetischen Phänomenologie können dieser Studie zufolge auf das Jahr 1908 zurückdatiert werden; damit lässt sich aber die transzendentale Wende der Phänomenologie als eine Folge der genetischen Umgestaltung der Phänomenologie betrachten.

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Ebd. 86 Das Bild einer Untersuchung, die sich im Zickzack bewegt, nimmt Husserl in Formaler und transzendentaler Logik (FTL) wieder auf. Er verwendet jedoch dieses Bild nicht mehr mit der Absicht, das Verhältnis von erkenntnistheoretischen und logischen bzw. [ ] Verhalten des Wissenschaftlers“ (Hua VII, 130) zu veranschaulichen, der noch innerhalb der natürlichen Einstellung die Ergebnisse seiner Forschung kritisch überprüft. 87 Hua XXIV, 187 f. 90 Dieser Neuorientierung, die erst in den Jahren 1908–1913 zur vollen Entfaltung kommt, liegen m.

Diese Pflicht der Selbstbegründung ist von der erkenntnistheoretischen Funktion nicht zu trennen, die der Phänomenologie im Rahmen der Wissenschaftslehre zugeschrieben wird. Solange nämlich die phänomenologischen Erkenntnisse, die die Wissenschaftslehre philosophisch aufzuklären und kritisch zu ergänzen haben, nicht selbst gesichert sind, baut auch die letztere Disziplin auf unsicheren Fundamenten. Soll hier ein unendlicher Regress ausgeschlossen bleiben, muss die Phänomenologie in der Lage sein, sich selbst erkenntnistheoretisch aufzuklären und kritisch zu begründen.

52 Zum Begriff der methodischen Reduktion vgl. auch Benoist 1997, 213 f. 53 Vgl. Hua XVIII, 255 A254. 54 Die Erkenntnistheorie habe überhaupt nichts zu erklären und baue keine deduktive Theorie auf. “55 Reine Deskription wird hier der Theorie als Alternative entgegengesetzt: Wegen ihres nicht theoretischen Charakters erscheint die rein beschreibende Vorgehensweise der Phänomenologie besonders geeignet, um als Methode der Erforschung der Erkenntnis, d. h. als Methode der „Erkenntnistheorie“ zu gelten.

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