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By Markus Homann

Die Wettbewerbsituation auf dem Arzneimittelmarkt hat sich durch die Einführung von Nachahmermedikamenten, sogenannten Generika, erheblich verändert. Bislang verfügt die Gesundheitsökonomie allerdings nicht über empirisch gesicherte Erkenntnisse darüber, aus welchen Gründen Ärzte Generika verordnen und in welchen Fällen sie trotz eines deutlichen Preisunterschiedes den Originalpräparaten treu bleiben. Markus Homann untersucht mithilfe wissenschaftlich bisher nicht analysierter Datensätze, inwieweit Kosten- und Qualitätsunterschiede das Verordnungsverhalten von Ärzten beeinflussen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich Verordnungsgewohnheiten nicht durch die Befürchtung von Einbußen in der Therapiequalität beim Wechsel von unique- zu Nachahmerpräparaten erklären lassen. Gesundheitspolitische Eingriffe haben zwar die Verordnung von Generika gefördert, jedoch nicht zu einer verstärkten Ausnutzung von Preisunterschieden geführt.

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Spezieller Teil I: Die Eingriffe in der Bauchhöhle

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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96. Die entsprechenden Regelungen finden sich in § 84 SGB V. Vgl. BMG (1998). Zu den Problemen bei der Festlegung von Richtgrößen vgl. Glaeske (1993a,b). 96. 22 Theoretischer und institutioneller Hintergrund Ungeklärt blieb auch die weitere Umlage möglicher Regresse auf individuelle Ärzte. Dabei wurde eine Pauschalumlage auf alle Ärzte eines KV-Bezirks als juristisch nicht haltbar angesehen. Eine vollständige Verursacherzuordnung ist allerdings weder vom Gesetzgeber gewollt noch aufgrund der Datenlage durchführbar.

Weder die Menge an Arzneimitteln noch die Wahl der Therapie oder der Wirkstoffe werden, vom Ausschluß der Bagatellarzneimittel abgesehen, durch regulative Eingriffe beschränkt. Der Moral Hazard der Ärzte wird zumindest theoretisch wirksamer eingegrenzt. Für eine gegebene Therapie setzt der Durchschnittsausgabenvergleich Anreize, preisgünstigere Präparate innerhalb eines Wirkstoffes vorzuziehen. Daneben liegt es im Interesse des Arztes, teure Wirkstoffe zu vermeiden. Die reine Ausgabenbetrachtung, die nur in der Berücksichtigung von Praxisbesonderheiten durch inhaltliche Kriterien berührt wird, birgt allerdings auch die Gefahr, daß qualitative Aspekte der Verordnung in den Hintergrund treten.

Die Einsparungen waren höher in Versichertengruppen, die vor dem Beginn des Utilization Management höhere Einweisungsraten aufwiesen 97 • ln einer anderen Querschnittsstudie, in der das Niveau vorheriger Krankenhausausgaben die Risikounterschiede zwischen verschiedenen Gruppen abbilden sollte, wurden in etwa gleichem Umfang (8%) niedrigere stationäre Ausgaben festgestellt 9 ' . Diese Einsparung ging allerdings im wesentlichen auf kürzere Verweildauern zurück. Die Hauptunter- 93 94 95 96 97 98 Vgl.

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