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By Joh. Leo Weisgerber

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Spezieller Teil I: Die Eingriffe in der Bauchhöhle

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication information mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Man kann daraus ablesen, in welcher Weise, in welcher Anwendung, in welchen Stufungen dieses oder jenes Wort gebraucht worden ist. Das eröffnet dann eben den Einblick in die Sprache nach ihrem Verlauf in Jahrhunderten oder Jahrtausenden. So z. B. beim Latein. Das antike Latein unterscheidet sich vom mittelalterlichen Latein weitgehend. So wird der mittelalterliche Thesaurus in den einzelnen Wortdarstellungen oft recht anders aussehen als der Thesaurus linguae Latinae antiquae. Also das sind Dinge, die ihre Berechtigung haben.

Der Sprachwissenschaftler ist in der sehr glücklichen Lage, daß er die Sprache durch lange Zeiträume hindurch verfolgen kann. Er kann also die Stadien einer Sprache auswählen, in der tatsächlich eine Sprachgemeinschaft eine uneingeschränkte Muttersprache besitzt. Aber diese Zeiträume wechseln mit anderen, bei denen auch der Begriff der Muttersprache mehr oder weniger stark erschüttert wird. Man kann vielleicht den Grad abmessen am prozentualen Verhältnis fremden Sprachguts zum einheimischen Sprachgut.

Die Wörterbücher letzterer Art, die es gibt, sind natürlich erste Zusammenstellungen, bei denen das Prinzip dieser inhaltlichen Ordnung irgendwoher von außen genommen wurde. Bei dem Halligschen Versuch war es der große Fortschritt, mindestens in der Theorie, daß man versucht, die Ordnungen eines Wortschatzes aus dem Wortschatz selbst zu entnehmen, also nicht mit irgendwie abgeleiteten Kategorien, die immer weiter unterteilt werden, heranzugehen, sondern aus der Untersuchung des Wortbestandes selbst die Ordnungen, die Gliederungen aufzuweisen, die da am Werke sind.

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