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By Jürgen Ritsert

Vor allem aus zwei Gründen kann dieses Buch nur »elementare« statistische Techniken darstellen: Schon wegen der notwendigen Begrenzung des textual content­ umfanges können kompliziertere statistische Verfahren wie Varianzanalyse, Faktorenanalyse oder Grundzüge der nichtparametrischen Statistik nicht in die Ausarbeitung aufgenommen werden. Zum zweiten müssen wir des bes­ seren Verständnisses auf seiten unserer Adressaten, nämlich derjenigen wil­ len, welche statistische Verfahren ausführlicher kennenlernen möchten, ohne bloß Verfahrensregeln auswendig lernen zu wollen, Schritte der Argumentation vergleichsweise breit und für Mathematiker umständlich vorführen und erläutern. Dies geschieht deswegen, weil wir nicht nur Illustrationen für die Anwen­ dung gegebener statistischer Verfahren, sondern bei den uns besonders wichtig erscheinenden Techniken auch Aspekte ihrer Begründung mit­ liefern wollten. Der Versuch, grundlegende theoretisch-statistische Gedankengänge mit einer durch Beispiele gestützten Darstellung von statistischen Maßzahlen und Techniken zu verbinden, führt nicht nur zum challenge einer sinnvollen Auswahl aus dem Möglichen. Diese soll sich hier an der Bedeutung sta­ tistischer Methoden für empirische Sozialforschung orientieren. Viel größer ist das problem, bei einem elementaren Einführungstext eine ständige wissenschaftstheoretische Diskussion des Verhältnisses von mathematisch-statistischen Verfahren zu soziologischer Theorie - wenn überhaupt - nur äußerst unzulänglich führen zu können. Diese Diskussion gehört jedoch nach unserer Auffassung zu den Bedingungen der Möglich­ keit eines vernünftigen Urteils über die mit Hilfe der Statistik prozessierten »Daten«. Anders ausgedrückt: Eine wissenschaftstheoretische examine der »Empirie« (empirischer Materialien), die mit Hilfe statistischer Me­ thoden bewältigt werden soll, berührt den Einsatz statistischer Techniken selbst.

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134 51 der Beziehung von Identität und Differenz zwischen den symbolisch repräsentierten Objekten. Keine zwei Objekte werden in den gleichen Punkt des abstrakten Raumes eingezeichnet, keine zwei Zahlen repräsentieren das gleiche Objekt.

Tion, in: M. •. 0. , S. 137. ibid. •. , S. 138. «124 Es geht dabei jedoch nicht um die »bloße Mitteilung von Information und die Benennung von Widerständen«, sondern - wobei die Übertragungssituation die entscheidende Rolle spielt - zugleich um die Lösung von Widerständen auf der Ebene von Affekten (Habermas). In Analogie zu Argumenten aus [6a, 6b] erweitert sich auch in diesem Falle der Begriff von Erfahrung und Erfahrungsmaterial (soziale Daten) über deduktiv-empiristische Vorstellungen von protokollierten Sinnesdaten hinaus; denn daß sich Erfahrung derart in einem Prozeß von Kommunikation und Interaktion herausbildet, wird bei allen sozialwissenschaftlichen Interviews, teilnehmenden Beobachtungen, Gruppendiskussionsverfahren die erkenntnis-theoretische Ausgangsannahme sein müssen 125 .

In diesem Zusammenhang sind zwangsläufig schon einige Argumente, die sich im Abschnitt [1 d] zusammengestellt finden, berührt worden. Außerdem hat die Argumentation implizit und explizit Hinweise auf den sozialwissenschaftlichen Erfahrungsbegriff (»Empirie«) und die besonderen Konstitutionsbedingungen sozialer Tatsachen (»Daten«) gegeben [1 cl. Dennoch: etwas detailliertere Hinweise insbesondere auf die Probleme von Messung und Statistik (»Empirie« nicht im Sinne sozialwissenschaftlichen Erfahrungsmaterials, sondern im Sinne von Forschungs-, hier Meßtechniken) stehen noch aus [1 c, 1 d].

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