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By Dr. Alfred Adler (auth.)

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Spezieller Teil I: Die Eingriffe in der Bauchhöhle

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet data mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Der Aufbau eines Seelenlebens aus mechanischen, elektrischen, chemischen oder analogen Erregungen ist derart unfaßbar, daß wir viellieber zu der andern Hilfshypothese greifen, anzunehmen, daß im Begriff und Wesen des "Lebens" bereits ein Seelenorgan mitgedacht werden muß, das nicht subordiniert sondern koordiniert, aus kleinen Anfängen erwachsend, auf Erregungen antwortend seine endgültige Form bezieht. Wo immer wir dieses seelische Organ betrachten, immer finden wir es auf innere und äußere Eindrücke in Reaktion begriffen, immer bereitet es das Tun und Handeln des Individuums vor.

Wir setzen wie bei allen Grundtatsachen des Lebens und der Natur, wie etwa bei der objektiven Tatsache des Lebens, der Assimilation, der Elektrizität, eine gewisse Unnennbarkeit und Unerkennbarkeit ihrer Wesen voraus und sehen in der Halluzination eine der Logik und dem Wahrheitsgehalt des gesellschaftlichen Lebens widersprechende Äußerung der seelischen Fähigkeit, wie sie andeutungsweise in der Vorstellung und in der Erinnerung zu finden ist, deren Wesenheit unserem Verständnis auch bis zu einem gewissen Grade verschlossen sind ....

Um anderen Frauen ausweichen zu können, schloß er sich an seine Mutter. So kann in manchen Fällen auch eine Karikatur einer inzestuösen Beziehung zutage treten, in anders gelegenen als "lnzestgleichnis" die Lebenslinie des Patienten sich wiederspiegeln, ein Bluff der nervösen Psyche, der den Arzt nicht täuschen darf. Die psychotherapeutische Behandlung ist demnach darauf zu richten, dem Patienten aus seinen Vorbereitungen im Wachen und gelegentlich aus seinen Träumen zu zeigen, wie er gewohnheitsmäßig immer wieder in die ideale Situation seiner Leitlinie einzurücken versucht, bis er, anfangs aus Negativismus, später infolge von freier Bestimmung, den Lebensplan und damit sein System ändern kann und den Anschluß an die menschliche Gesellschaft und an ihre logischen Forderungen gewinnt.

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